Mein Rentensystemkonfigurator

Mein Rentensystemkonfigurator

Hier wird der Konfigurator für ein individuelles Rentensystem ergänzt.

Rentensystem-Simulator: Geht die Rechnung auf?

Stellen Sie die zentralen Stellschrauben der gesetzlichen Rente selbst ein und sehen Sie, ob Einnahmen und Ausgaben zusammenpassen – heute und unter denselben Einstellungen im Jahr 2050. Oder wählen Sie ein Szenario:

2026 (heute)
Einnahmen
Ausgaben
Rentnerquotient:
Bundeszuschuss:
Benötigter Beitragssatz:
Lücke ggü. eingestelltem Beitragssatz:
2050 (Projektion, gleiche Einstellungen)
Einnahmen
Ausgaben
Rentnerquotient:
Bundeszuschuss:
Benötigter Beitragssatz:
Lücke ggü. eingestelltem Beitragssatz:
Beitragseinnahmen Steuerzuschuss Ausgaben (Renten)

Was bedeuten die Regler?
Renteneintrittsalter
Ab welchem Alter in diesem Modell die Rente beginnt. Höher = kürzere Rentenbezugsdauer, mehr mögliche Erwerbsjahre.
Beitragssatz
Anteil des Bruttolohns, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen in die Rentenversicherung einzahlen (aktuell 18,6 %).
Steuerzuschuss
Wie viel vom gesamten Bundeshaushalt zusätzlich zu den Beiträgen in die Rentenversicherung fließt (aktuell rund 24 %, ca. 121 Mrd. €).
Standardrentenniveau (2026)
Verhältnis der Standardrente (45 Beitragsjahre, Durchschnittsverdienst) zum Durchschnittslohn – die offizielle Kennzahl für die „Großzügigkeit“ der Rente (gesetzlich mind. 48 % bis Mitte 2031).
Ø Erwerbsjahre (Beitragsjahre)
Durchschnittliche Anzahl tatsächlich verbeitragter Jahre – meist weniger als die Zeit zwischen Berufsstart und Rente, u.a. wegen Teilzeit, Erwerbslosigkeit oder Ausbildung.
Rentenanpassung vs. Lohn
Wie stark die jährliche Rentenerhöhung von der Lohnentwicklung abweicht. 0 % = Rentenniveau bleibt konstant; negativ = Renten steigen langsamer als Löhne, das Niveau sinkt über die Zeit.
Deckungsgrad
Einnahmen (Beiträge + Steuerzuschuss) im Verhältnis zu den Ausgaben. 100 % = genau ausgeglichen.
Benötigter Beitragssatz
Der Beitragssatz, der bei den übrigen Einstellungen nötig wäre, um die Ausgaben ohne Lücke zu decken.

Modell (eigene, vereinfachte Berechnung): Ausgaben = Rentnerquotient × Standardrentenniveau × 0,805. Der Korrekturfaktor 0,805 bildet ab, dass die tatsächliche Durchschnittsrente aller Rentenzahlungen niedriger ausfällt als das amtliche „Standardrentenniveau“ (das eine idealisierte 45-jährige Durchschnittsverdiener-Erwerbsbiografie unterstellt) – reale Erwerbsbiografien sind oft kürzer, enthalten Teilzeit oder münden in niedrigere Hinterbliebenenrenten. Der Faktor ist so gewählt, dass die Rechnung 2026 mit den aktuellen amtlichen Eckwerten näherungsweise aufgeht. Der Rentnerquotient (Rentner:innen je Beschäftigte) basiert auf denselben Daten wie unser Rentnerquotient-Rechner (DRV, Bundesagentur für Arbeit, Destatis-Bevölkerungsvorausberechnung); Renteneintrittsalter und Erwerbsjahre verschieben ihn über eine vereinfachte Bestands-Annahme (angenommenes Lebensende 85 Jahre – eine grobe Modellannahme, keine Prognose individueller Lebenserwartung). Die Rentenanpassung wird gegenüber 2026 mit der eingestellten jährlichen Differenz zur Lohnentwicklung fortgeschrieben (0 % = Rentenniveau bleibt über die Zeit konstant). Der Steuerzuschuss wird als fester Anteil des Bundeshaushalts berechnet (Referenz: 502,55 Mrd. €, Haushalt 2025) und im Modell relativ zur Lohnsumme konstant gehalten – das entspricht der Annahme, dass Bundeshaushalt und Lohnsumme langfristig etwa im Gleichschritt (angenommen: rund 3 % nominal p.a., aus Inflation plus realem Wachstum) wachsen. Die angezeigten Euro-Beträge für 2050 sind mit dieser Wachstumsannahme hochgerechnet, damit sie nicht wie ein unrealistisch eingefrorener heutiger Betrag wirken; am Deckungsgrad ändert das nichts, da dort nur das Verhältnis zur (ebenfalls mitwachsenden) Lohnsumme zählt. Bleibt der eingestellte Anteil am Bundeshaushalt unverändert, wächst der Zuschuss also automatisch mit der Wirtschaft mit – die Finanzierungslücke bis 2050 entsteht in diesem Modell daher rein aus der Demografie (mehr Rentner:innen je Beschäftigte), nicht aus einem real schrumpfenden Zuschuss. Umrechnung in Prozentpunkte Beitragssatz-Äquivalent über einen Kalibrierungsfaktor (rund 20,55 Mrd. € je Punkt), abgeleitet aus den Einnahmen/Ausgaben der GRV 2020 (bpb.de) und dem Bundeszuschuss 2025 (rund 121 Mrd. €, ca. 24 % des Bundeshaushalts). Das ist keine offizielle Modellrechnung der Deutschen Rentenversicherung, des BMAS oder der Bundesregierung, sondern eine vereinfachte, transparente Illustration der grundsätzlichen Zusammenhänge – reale Effekte wie die Beitragsbemessungsgrenze, individuelle Erwerbsbiografien, Rücklagenbewegungen oder ein wachsender Gesamthaushalt bleiben unberücksichtigt. Das „Schweden“-Szenario ist eine grobe, illustrative Annäherung an die andere Systemphilosophie (u.a. automatische Anpassung an die Lebenserwartung, geringere Steuerfinanzierung der gesetzlichen Säule) und bildet nicht die zusätzliche, in Schweden sehr verbreitete betriebliche Altersvorsorge ab.

Quellen: Deutsche Rentenversicherung; Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Bundesamt (Destatis), 16./15. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung; Deutscher Bundestag (Bundeshaushalt 2025/2026); BMAS, Rentenversicherungsbericht 2025; bpb.de (Einnahmen/Ausgaben der GRV); GDV (Vergleich Rentensystem Schweden).

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