Mein Rentensystemkonfigurator
Hier wird der Konfigurator für ein individuelles Rentensystem ergänzt.
Rentensystem-Simulator: Geht die Rechnung auf?
Stellen Sie die zentralen Stellschrauben der gesetzlichen Rente selbst ein und sehen Sie, ob Einnahmen und Ausgaben zusammenpassen – heute und unter denselben Einstellungen im Jahr 2050. Oder wählen Sie ein Szenario:
Bundeszuschuss: –
Benötigter Beitragssatz: –
Lücke ggü. eingestelltem Beitragssatz: –
Bundeszuschuss: –
Benötigter Beitragssatz: –
Lücke ggü. eingestelltem Beitragssatz: –
Ab welchem Alter in diesem Modell die Rente beginnt. Höher = kürzere Rentenbezugsdauer, mehr mögliche Erwerbsjahre.
Anteil des Bruttolohns, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen in die Rentenversicherung einzahlen (aktuell 18,6 %).
Wie viel vom gesamten Bundeshaushalt zusätzlich zu den Beiträgen in die Rentenversicherung fließt (aktuell rund 24 %, ca. 121 Mrd. €).
Verhältnis der Standardrente (45 Beitragsjahre, Durchschnittsverdienst) zum Durchschnittslohn – die offizielle Kennzahl für die „Großzügigkeit“ der Rente (gesetzlich mind. 48 % bis Mitte 2031).
Durchschnittliche Anzahl tatsächlich verbeitragter Jahre – meist weniger als die Zeit zwischen Berufsstart und Rente, u.a. wegen Teilzeit, Erwerbslosigkeit oder Ausbildung.
Wie stark die jährliche Rentenerhöhung von der Lohnentwicklung abweicht. 0 % = Rentenniveau bleibt konstant; negativ = Renten steigen langsamer als Löhne, das Niveau sinkt über die Zeit.
Einnahmen (Beiträge + Steuerzuschuss) im Verhältnis zu den Ausgaben. 100 % = genau ausgeglichen.
Der Beitragssatz, der bei den übrigen Einstellungen nötig wäre, um die Ausgaben ohne Lücke zu decken.
Modell (eigene, vereinfachte Berechnung): Ausgaben = Rentnerquotient × Standardrentenniveau × 0,805.
Der Korrekturfaktor 0,805 bildet ab, dass die tatsächliche Durchschnittsrente aller Rentenzahlungen niedriger
ausfällt als das amtliche „Standardrentenniveau“ (das eine idealisierte 45-jährige Durchschnittsverdiener-Erwerbsbiografie
unterstellt) – reale Erwerbsbiografien sind oft kürzer, enthalten Teilzeit oder münden in niedrigere Hinterbliebenenrenten.
Der Faktor ist so gewählt, dass die Rechnung 2026 mit den aktuellen amtlichen Eckwerten näherungsweise aufgeht. Der
Rentnerquotient (Rentner:innen je Beschäftigte) basiert auf denselben Daten wie unser Rentnerquotient-Rechner (DRV,
Bundesagentur für Arbeit, Destatis-Bevölkerungsvorausberechnung); Renteneintrittsalter und Erwerbsjahre verschieben ihn über
eine vereinfachte Bestands-Annahme (angenommenes Lebensende 85 Jahre – eine grobe Modellannahme, keine Prognose
individueller Lebenserwartung). Die Rentenanpassung wird gegenüber 2026 mit der eingestellten jährlichen Differenz zur
Lohnentwicklung fortgeschrieben (0 % = Rentenniveau bleibt über die Zeit konstant). Der Steuerzuschuss wird als fester Anteil
des Bundeshaushalts berechnet (Referenz: 502,55 Mrd. €, Haushalt 2025) und im Modell relativ zur Lohnsumme konstant
gehalten – das entspricht der Annahme, dass Bundeshaushalt und Lohnsumme langfristig etwa im Gleichschritt (angenommen:
rund 3 % nominal p.a., aus Inflation plus realem Wachstum) wachsen. Die angezeigten Euro-Beträge für 2050 sind mit dieser
Wachstumsannahme hochgerechnet, damit sie nicht wie ein unrealistisch eingefrorener heutiger Betrag wirken; am
Deckungsgrad ändert das nichts, da dort nur das Verhältnis zur (ebenfalls mitwachsenden) Lohnsumme zählt. Bleibt der
eingestellte Anteil am Bundeshaushalt unverändert, wächst der Zuschuss also automatisch mit der Wirtschaft mit – die
Finanzierungslücke bis 2050 entsteht in diesem Modell daher rein aus der Demografie (mehr Rentner:innen je Beschäftigte),
nicht aus einem real schrumpfenden Zuschuss. Umrechnung in Prozentpunkte Beitragssatz-Äquivalent über einen
Kalibrierungsfaktor (rund 20,55 Mrd. € je Punkt), abgeleitet aus den Einnahmen/Ausgaben der GRV 2020 (bpb.de) und dem
Bundeszuschuss 2025 (rund 121 Mrd. €, ca. 24 % des Bundeshaushalts). Das ist keine
offizielle Modellrechnung der Deutschen Rentenversicherung, des BMAS oder der Bundesregierung, sondern eine vereinfachte,
transparente Illustration der grundsätzlichen Zusammenhänge – reale Effekte wie die Beitragsbemessungsgrenze, individuelle
Erwerbsbiografien, Rücklagenbewegungen oder ein wachsender Gesamthaushalt bleiben unberücksichtigt. Das „Schweden“-Szenario
ist eine grobe, illustrative Annäherung an die andere Systemphilosophie (u.a. automatische Anpassung an die Lebenserwartung,
geringere Steuerfinanzierung der gesetzlichen Säule) und bildet nicht die zusätzliche, in Schweden sehr verbreitete
betriebliche Altersvorsorge ab.
Quellen: Deutsche Rentenversicherung; Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Bundesamt (Destatis),
16./15. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung; Deutscher Bundestag (Bundeshaushalt 2025/2026); BMAS,
Rentenversicherungsbericht 2025; bpb.de (Einnahmen/Ausgaben der GRV); GDV (Vergleich Rentensystem Schweden).